Ich werde diesen Moment nie vergessen. Ich hatte den Norden Mexikos verlassen, um in Tulum neu anzufangen. Dieses Bild — das bin ich, als ich in Tulum ankam. Und ich habe mir geschworen: Ich nehme mein Leben selbst in die Hand.
Ich war viel zu warm angezogen, aber ich musste diesen Anzug dabei haben — ich hatte danach Termine in Miami und New York. Wie du auf dem Bild siehst: Unterwäsche unter dem Jacket. So war das.
Ich erinnere mich, wie ich neu anfing und nervös war. Keine Wohnung, nur ein paar Tage in einem Airbnb. Und weißt du was? Ich nutzte diese Angst und sagte mir: „Ich werde es schaffen. Ich vertraue dem Leben, dass es einen Weg gibt, wenn ich mit guten Absichten hierher komme."
Ich ging in Gebäude, fragte nach dem Facility Manager, suchte Zimmer und Wohnungen, knüpfte Kontakte, benutzte DeepL und Google Translate zum Kommunizieren — und schloss währenddessen am Telefon Deals ab, um anderen zu helfen, ihr Potenzial zu entfalten.
Tulum ist ein Ort, wo Hölle und Paradies aufeinandertreffen. Mittendrin: ich.
Was ich gelernt habe
Ich habe gelernt, dass meine Handlungen Konsequenzen haben. Und ich wusste damals: Alles, was ich tue — ob gut oder nicht — wird Auswirkungen auf mich haben.
- Spring ins kalte Wasser. Es ist manchmal das Beste, was du tun kannst — der Schock lässt dich lebendig fühlen und du findest Lösungen.
- Zähl auf niemanden. Niemand da draußen wird dich retten. Es ist immer du gegen dich — ich gegen mich.
- Egal wo — ob Zürich heute oder damals Tulum — das Spiel ist überall auf der Welt dasselbe: Du bist in der Arena. Du musst Mist fressen und er schmeckt nicht gut. Aber du lernst, ihn zu vermeiden, indem du besser wirst. Du lernst aus Fehlern. Es geht ums Lernen.
Und zuletzt: Glaub an gute Handlungen. Mit guten Absichten wird das Leben dich belohnen — aber du musst geduldig und konsequent sein.
Tulum steht diesen Februar auf der Liste. Es wird kraftvoll sein, zurückzukommen — denn ich bin bewusster und stärker als je zuvor.
Danke fürs Lesen.
