Alexandros Tsachouridis
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Die Krankenschwester

Wie diese Nase der Schlüssel zu einer neuen Welt wurde

Diese Nase hat ihren Preis. In der Schule haben sie mich damit aufgezogen, mir Namen gegeben, mich ausgelacht. Eines Tages — ich werde es nie vergessen — hat sich ein Typ wirklich Mühe gegeben. Er hat sich sogar kreativ verausgabt: Er hat eine riesige Papier-Nase gebastelt, Gummibänder dran befestigt und sie wie eine Maske getragen. Dann ist er damit durch die Gegend gelaufen und hat gerufen: „Ich bin Alexandros, mein Name ist Alexandros."

Heute weiß ich, wie sehr dieser Junge selbst gelitten hat. Ich war später als Freund in seinem Haus — denn er hatte keine anderen Freunde außer mir. Er lud mich ein. Seine Eltern waren geschieden, seine Mutter nicht wirklich mit dem Herzen dabei. Er hatte keine Liebe. Was er suchte: Aufmerksamkeit. So wie wir alle, wenn wir Dinge tun, um gesehen zu werden.

Das war sein Weg, still zu schreien: „Hey, ich bin auch hier. Siehst du mich? Sieht mich irgendjemand?"

Ich brauchte das nicht — denn meine Nase war so groß, dass sie mich schon von selbst sichtbar machte.

Sogar im Boxclub, als ich mich anmelden wollte, sagten sie: „Mit der Nase — da können wir dich von der anderen Seite des Raums treffen." Diese Dinge haben wehgetan. Damals haben sie mich zerstört. Heute? Nicht mehr. Ich liebe meine Nase.

Berlin, 2006

Ich erinnere mich, wie ich nach Berlin gezogen bin und in die Apotheke gegangen bin. Was für ein Moment. Ich kaufe eine Creme für meine Haut — ich hatte so etwas wie trockene Haut — und die Frau hinter der Theke war so attraktiv. Und weil ich zu dieser Zeit so viel Pornos geschaut hatte, sah ich nur einen Brazzers-Charakter vor mir, keine Apothekerin.

Sie fragte mich, ob ich neu in der Gegend sei. Ich sagte: „Ja, ich bin aus dem Süden Deutschlands hergezogen." Sie war 15 bis 20 Jahre älter als ich — haha, ihr könnt euch den Rest vorstellen, oder?

Ich bezahlte. Und dann sagte sie: „Du hast eine große und schöne Nase. Ich bin sicher, du hast noch etwas anderes Schönes."

Ich war im Schock. Ich war Eis. Ich konnte nicht glauben, dass sie es ernst meinte. Ich war es gewohnt, wegen dieser Nase gehänselt zu werden — nicht so eine Aufmerksamkeit von einer attraktiven Berliner Apothekenfrau zu bekommen. Sie schrieb ihre Nummer auf die Creme, die ich gekauft hatte. Und ich wartete bis zum Abend, um sie anzurufen.

Ich habe nicht genug Zeichen, um diese Geschichte zu Ende zu erzählen. Aber dieser Tag hat alles in meinem Leben verändert.

Wenn du in den Kommentaren „NURSE" schreibst, verspreche ich dir die vollständige Geschichte — wie diese Nase zum Schlüssel zu einer neuen Welt wurde. Hier ist das Bild — kommentiere dort.

Viel Liebe.
Alexandros

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